Datenminimierung bedeutet, nur solche personenbezogenen Daten zu verarbeiten, die für den jeweiligen Zweck erforderlich sind.
Kurz erklärt
So wenige personenbezogene Daten wie möglich, so viele wie für den Zweck nötig.
Datenminimierung bedeutet, nur solche personenbezogenen Daten zu verarbeiten, die für den jeweiligen Zweck erforderlich sind.
Warum ist das für soziale Organisationen wichtig?
Gerade bei KI-Tools ist die Versuchung groß, ganze Dokumente oder vollständige Fälle einzugeben. Für viele Aufgaben reichen aber gekürzte, abstrahierte oder fiktive Informationen.
Typisches Missverständnis
Datenminimierung heißt nicht, dass keine Daten genutzt werden dürfen. Sie verlangt eine bewusste Auswahl: Welche Angaben braucht das Tool wirklich für diese Aufgabe?
Beispiel aus der Praxis
Für einen Formulierungsvorschlag braucht ein KI-Tool keine vollständige Hilfeakte. Ein anonymisiertes Stichwortgerüst mit fachlichem Ziel kann oft ausreichen.
Was sollten Leitungen beachten?
- Vorlagen für datensparsame Prompts bereitstellen.
- Vollständige Falldokumente nur nach klarer Freigabe zulassen.
- Teams befähigen, Inhalte vor der Eingabe zu kürzen oder zu abstrahieren.
- Datenminimierung in Schulungen praktisch üben.
Einordnung für KI-Leitplanken
Datenminimierung ist eine der wirksamsten Alltagsregeln für KI-Nutzung. Sie macht KI nicht automatisch unproblematisch, reduziert aber unnötige Risiken deutlich.
Rechtliche Grundlage
Für die fachliche Einordnung wurden insbesondere folgende amtliche Grundlagen berücksichtigt:
Verwandte Begriffe
Sie möchten aus Begriffen konkrete KI-Leitplanken für Ihre Organisation machen? Das KI-Leitplanken-System bündelt Orientierung, Teamklärung, strukturierten Einstieg und Mitarbeiterschulung für soziale Einrichtungen.
Transparenzhinweis
Dieser Glossarbegriff wurde fachlich von Simon Kern erstellt und redaktionell verantwortet. KI kann unterstützend bei Strukturierung oder Formulierung eingesetzt worden sein. Die Prüfung und Verantwortung liegen bei Simon Kern.
Hinweis zu Rechts- und Datenschutzfragen
Dieser Glossarbegriff dient der fachlichen Orientierung und stellt keine Rechtsberatung, keine verbindliche Datenschutzberatung und keine Einzelfallbewertung dar. Je nach Organisation, Tool und Anwendungsfall kann eine individuelle Prüfung erforderlich sein.